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Maria Tsitroudi

Maria Tsitroudi Maria Tsitroudi arbeitet in den Bereichen Performancekunst, Choreographie und Tanz. Sie hat ein Diplom in Angewandter Theaterwissenschaft an der Aristoteles University of Thessaloniki, spezialisiert auf Performance und Bühnenbild (2003) und einen Bachelor in Tanz, von der Kulturgemeinde Athen (2008). Sie wurde von der indonesischen Botschaft mit einem Jahresstipendium geehrt, um von 2000 bis 2001 an der Fine Art School of Surakarta traditionelle javanische und balinesische Tänze zu studieren. Im Jahr 2012 meldete sie sich für das Masterprogramm an: Choreographie und Performance, an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Ihre Arbeitserfahrung erstreckt sich auf verschiedene künstlerische Bereiche wie Choreographie, Performance, Tanz, Zeichnung, Bühnenbild und Lehre. Von 2003-2008 arbeitete sie in Thessaloniki als Performerin, Bühnenbildnerin und Theaterpädagogin und arbeitete mit verschiedenen Institutionen zusammen, wie z.B. dem Staatstheater Nordgriechenlands, der Telloglion Foundation of Arts, dem Museum für zeitgenössische Kunst und der Gemeinde für Bildung, während sie in enger Zusammenarbeit mit dem Installations-/Videokünstler Stavros Panagiotakis für die Werke Kittaro und Torture arbeitete. Von 2008 bis 2012 lebte und arbeitete sie in Athen. Icono-stasis war ihre erste choreografische Arbeit, die im Theater Embros (Athen 2012) gezeigt wurde.

In den letzten Jahren präsentierte sie eine Reihe von Werken, darunter das Solo Nekri Fysi, das sich mit der Frage nach Blick und Begehren beschäftigte (Rough Proposals Festival 2013, Mousonturm). Eine Reihe von kurzen Stücken wie 8,20, eine kollektive Arbeit, die die Performativität der Sprache inszenierte, und Intimate Walk, eine Soloperformance, die sich mit Zeitbildern beschäftigte, die durch den Einsatz von Erinnerung in der heutigen Zeit entstanden, wurden im Rahmen von Heiner Goebbles Szenischen Projekten entwickelt und präsentiert.

Don't kill the messenger, eine kollektive choreografische Arbeit, die sich mit der Frage beschäftigt, wie Klang und Bewegung interagieren und Strukturen und Erzählungen verweben, wurde im Frankfurt Lab im Rahmen der Konferenz "The public commons and undercommons of art education and labour" vorgestellt. Sie wurde auch auf dem HAU2 (100-Grad-Festival 2014, Berlin), am Zeitraum Exit, in Mannheim und in der TV-Zentrale (KET) in Athen präsentiert. Im Jahr 2013 arbeitete sie mit Kefei Cao als Co-Creatorin der Arbeit "Der Vergangenes vergeht nicht wie Rauch" zusammen, die im Rahmen des Lichtfestes (Festival of Lights) in Berlin präsentiert wurde.

Die gemeinsame choreografische Arbeit Zona, die gemeinsam mit Catalina Insignares und Jan-Tage Kühling entwickelt und aufgeführt wurde, wurde 2014 im Landungsbrücke Theater in Frankfurt präsentiert. Im Frühjahr 2015 wechselte sie zur Tanzgruppe Bad-co, Zagreb, für die Produktion Stranger. Maria Tsitroudi präsentierte ihre Ma-Abschlussarbeit Apricot Trees Exist or an Impossible Walk, eine Kontinuität des Intimate Walk, die sich tiefer mit dem Verhältnis von Poetik und Zeit beschäftigt (Frankfurt Lab, FfM, Dezember 2016). Im Rahmen des Rough Proposals Festival 2017 im Mousonturm überarbeitete sie ihr Solo Nekry Fysi und entwickelte es zu einem partizipativen Stück, das den Titel Zones of Immaterial Pictorial Sensibility trug und sich mit Fragen der Subjektivität und Autorschaft auseinandersetzte. Im Rahmen des gleichen Festivals arbeitete sie mit der Choreographin und Installationskünstlerin Tanja Kodlin als Co-Performerin für ihre choreografische Installation Love is Blindness zusammen.

Ihre theoretische Forschung konzentriert sich auf das Verhältnis von Choreographie zu Tanz und anderen künstlerischen Praktiken und Vorstellungen: zu Poetik, Sprache, Zeit, Geschlecht, Sexualität und Politik. Ihr Denken ist teilweise auf ihre Masterarbeit verdichtet: Die Bedeutung der Unterbrechung in den Zuständen tiefer Langeweile und unfreiwilliger Erinnerung; die poetischen Möglichkeiten der Sprache; Widerstand oder Flucht, sowie zu mehreren Essays wie: Von Passivität bis Engagement, neue Formen des Überlebens, neue Formen des Zusammenseins, maskuliner Solipsismus in der Choreographie, Merce Cunningham; Modernisierung des Modern Dance, Yvone Rainer, Trio A etc.

Neben dem Denken und Experimentieren in der Choreographie ist sie aktiv in der Lehre von Tanz (Ballett, zeitgenössisch) und Bewegung. Im Jahr 2015 bot sie einen Bewegungsforschungskurs am Institut für angewandtes Theater in Gießen an. Seit 2015 unterrichtet sie regelmäßig Ballett & zeitgenössischen Tanz am Hochschulsport, an der Justus-Liebig-Universität sowie an verschiedenen Tanzschulen in Gießen, Marburg und Frankfurt.

Quelle: https://mariatsitroudi.wordpress.com/